Willkommen auf dem Portfolio der Hamburger Kostümdesignerin Svenja Niehaus.

Feuillemorte Costumery ist das Projekt, unter dem ich tragbare Kunstwerke erschaffe und inszeniere, unter anderem meine Masterarbeit "Formen des Verfalls". Meine Arbeit wäre stilistisch wohl am ehesten als historisiert und fantasievoll einzustufen, wobei ich aber bevorzuge, nicht in einer Schublade zu landen. 

Inzwischen habe ich mich insbesondere auf Korsettmacherei und Körperverformung spezialisiert. Die feminine Silhouette und aufrechte Haltung können aus einem einfachen Mädchen von nebenan eine völlig andere Persönlichkeit machen. Sie verleihen Selbstbewusstsein und eine gewisse Dramatik, sodass das Korsett von Anfang an wichtiger Bestandteil meiner Kreationen war.

Was bedeutet "Feuillemorte"?

Auf den ersten Blick ist das sicherlich ein sehr komplizierter und für Kostümdesign möglicherweise auch ungewöhnlicher Ausdruck. Feuillemorte ist französisch und ein Wort, dass sich eher schlecht in andere Sprachen übersetzen lässt. Es lässt sich als die Farbe von totem Laub beschreiben, genauso wie „feuilles-mortes“ tote Blätter sind.

Was zunächst etwas morbid klingen mag, ist eigentlich von außerordentlicher Schönheit. Ich bin persönlich sehr angetan von der Ästhetik jener Dinge, die durch ihre Vergänglichkeit und dadurch auch Unperfektheit schön und besonders sind.

Dieses Thema hat mich schließlich auch zu meiner Masterarbeit, "Formen des Verfalls" inspiriert.

Zusammenarbeit

Ich habe Erfahrung in der Ausstattung von Film, Theater und Fotografie; an neuen, spannenden Projekten bin ich selbstverständlich stetig interessiert.

Außerdem verleihe ich bestehende Kostüme und Outfits, falls sie sich noch in meinem Besitz befinden. Dabei fallen Leihgebühren von etwa 20 bis 50€ an, die je nach Kostümteil variieren.

Die zum Verleih verfügbaren Kostüme können generell auch käuflich erworben werden. Hin und wieder finden auch Musterverkäufe statt, die über Social Media vorher angekündigt werden. Einzelstücke auf Auftragsbasis sind ebenfalls möglich.

Schreibt mir gern eine Mail für weitere Informationen!

 


Über mich

Seit ich 2015 den Bachelor mit Hauptfach Kostümdesign an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg abgeschlossen hatte, studierte ich dort im Master weiter, um meine Fähigkeiten nochmals zu verbessern und weitere Erfahrungen zu sammeln. Dieser Master ist nun mit der melancholischen Abschlussarbeit "Formen des Verfalls" beendet und ich bin gespannt, wohin mich mein Weg von nun an führen wird.

Neben dem Studium habe ich 2016 mein selbstständiges Kostümprojekt Feuillemorte Costumery gegründet, wo ich meine Ideen und Projekte inzwischen vor einem kleinen, aber wachsenden Publikum realisiere.

 

Meine Liebe für Kostüm und schöne Kleider lässt sich allerdings noch wesentlich weiter zurückverfolgen. Schon als Jugendliche habe ich mich nicht mit den Bekleidungskonventionen unserer Gesellschaft abfinden wollen, sodass ich mit 14 angefangen habe, mir das Schneiderhandwerk autodidakt beizubringen. Was anfangs noch recht ruppig voranging, wurde mit einem Praktikum in einer Bremer Theaterschneiderei vorangetrieben und schließlich im Studium professionalisiert.

 

Es geht mir bei meiner Arbeit nicht nur um bloßes Handwerk, sondern um einen künstlerischen Anspruch an jedes Kostüm; genauso definiere ich auch mich als Künstlerin und meine Arbeiten als tragbare Kunstwerke. Jede Anfertigung ist ein dynamischer, kreativer Prozess, der zwar handwerklich geprägt ist, aber weit über das hinausgeht, was traditionelle Schneiderei zu leisten hat.

Im Laufe meiner Projekte lerne ich immer wieder Neues und experimentiere mit Techniken und Materialien wie Thermoplasten, Stickerei und Färberei. Das macht für mich den besonderen Reiz der Kostümgestaltung aus: Indem man seine Grenzen und Mittel ständig selbst absteckt und erweitert, kann man selbst nach Jahrzehnten der Berufserfahrung noch weiterlernen.